von Marc Posthaus
Foto von Andreas Fischer
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Das war zu wenig: Fußball-Landesligist Cronenberger SC hat nach dem überzeugenden 4:2-Heimerfolg am Donnerstagnachmittag gegen Amern nur drei Tage später an gleicher Stelle enttäuscht. Gegen den VfB Hilden II setzte es an diesem Sonntag eine 1:2 (1:2)-Pleite, die aufgrund einer dürftigen Darbietung über rund 65 Minuten der Partie in Ordnung ging. Der CSC kassierte damit nach zuletzt vier ungeschlagenen Partien wieder eine Niederlage und kann seine leisen Hoffnungen auf einen Platz in der Spitzengruppe der Landesliga vorerst begraben.
Es war bis dato die schwächste Cronenberger Saisonleistung. Weshalb sich Licht und Schatten im Cronenberger Spiel laufend abwechseln, wird in der kommenden Woche an der Hauptstraße analysiert werden müssen. „Das ist unerklärlich. Wir haben heute zu wenig auf dem Platz kommuniziert, aber auch ohne Leidenschaft und Laufbereitschaft gespielt“, war Trainer Luciano Velardi enttäuscht. Allerdings fehlte es neben einiger der von Velardi angesprochenen Grundtugenden über weite Strecken der Partie auch an fußballerischen Ideen, wie man die Hildener Defensiver hätte beschäftigen können – erst mit der Hereinnahme der erfahrenen und spielfreudigen Jean Baumgarten (56.) und Hakan Türkmen (62.) kamen Emotionen und eine fußballerische Linie ins Cronenberger Spiel.
Velardi musste seinen gelbgesperrten Kapitän Dylan Oberlies ersetzen und stellte dafür Nico Korpilla in die Innenverteidigung. Der erzielte zwar früh (6.) per Kopf den Führungstreffer für sein Team, doch entfachte das nicht den nötigen Schwung gegen einen taktisch gut eingestellten Gegner aus Hilden. Die Gäste verteidigten insbesondere die langen Bälle Korpillas mit ihren baumlangen Innenverteidigern meist souverän und ließen auch kein geordnetes Cronenberger Aufbauspiel zu – zumal der CSC aus dem Zentrum heraus bis Mitte der zweiten Hälfte auch keine Lösungen parat hatte. Bauernopfer war schon nach 37 Minuten Rechtsverteidiger Tarik Makkaoui, den Velardi vom Feld nahm – es hätte zu diesem Zeitpunkt aber auch viele andere Spieler treffen können. Chancen waren für die bislang so torhungrigen Cronenberger Mangelware. Die Besten hatten noch der ansonsten glücklose Dominik Schäfer (30.), Seungho Noh (79.) und Luis Rosenecker – allerdings alle aus der Distanz. Und dann war an einem enttäuschenden Nachmittag ja auch noch das Zustandekommen der beiden Gegentore ärgerlich. Neben dem Ausgleich nach einem Hildener Eckstoß (18.) sorgte vor allem das 1:2 (25.) für Zähneknirschen beim Cronenberger Publikum, weil Torhüter Pascal Peinecke die Kugel beim Spielaufbau nicht wegschlug, sie vertändelte und die Gäste so zur Führung einlud.
Ein weiteres, vermutlich jedoch nicht aufzulösendes Mysterium bleibt die exakte Anzahl von jeweils immer zwei Gegentoren in jetzt acht der bisher neun gespielten Partien. Schon häufig hat der CSC dieses Problem im Verlauf der Saison mit seiner starken Offensive überschminken können, an diesem Sonntag war das jedoch nicht genug. So ist die Partie am nächsten Samstag (16 Uhr) beim neuen Tabellenführer VfL Jüchen-Garzweiler aus CSC-Sicht leider kein Spitzenduell, bietet aber immerhin die Chance auf Wiedergutmachung in der Fremde.
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