Oktober 19, 2020 • Vereinsnachrichten

CSC bleibt nach 0:0 gegen direkten Konkurrenten zum vierten Mal in Folge ungeschlagen und hat bereits acht Zähler eingefahren

CSC-Serie hält gegen Nettetal

Im Mittelfeld wurde verbissen um jeden Ball gekämpf, den Strafraum erreichte der CSC - hier mit Phil Knop - aber selten.Foto: Stefan Fries

IM MITTELFELD WURDE VERBISSEN UM JEDEN BALL GEKÄMPF, DEN STRAFRAUM ERREICHTE DER CSC – HIER MIT PHIL KNOP – ABER SELTEN.FOTO: STEFAN FRIESStatistik

CSC: Radojewski, Osygus, Burghard, Hahn, Husidic, Eisenbach, Heinen, Knop (58. Sola), Orth, Leber (42. Takyi), Hodzic (76. Meier) Zuschauer: 120 Nächstes Spiel: Mittwoch, 21.Oktober bei den SF Niederwenigern

von Marc Posthaus Westdeutsche Zeitung


Der Cronenberger SC ist in der Oberliga Niederrhein zum vierten Mal in Serie ungeschlagen geblieben. Auf dem heimischen Horst-Neuhoff-Sportplatz gab es nach zweiwöchiger Spielpause am Sonntag gegen Union Nettetal ein leistungsgerechtes 0:0.
Schiedsrichter Robin Schuffelen hatte nach 90 Minuten offenbar genug gesehen und pfiff die ereignisarme Partie pünktlich ab. Niemand der 120 Zuschauer wird dem Unparteiischen deswegen böse gewesen sein, schließlich war der Auftritt beider Mannschaften über weite Strecken fußballerische Magerkost. Das sah auch Cronenbergs Trainer Axel Kilz so: „Wir können mit dem Remis leben, man hat uns die Spielpause heute angemerkt.“
Viel Fußball-Arbeit und nur wenige Torszenen 
Innenverteidiger Dominik Hahn, der erneut einen tadellosen Job verrichtete, hatte drei Minuten vor Schluss die beste Chance auf den Siegtreffer – seinen Freistoß aus 17 Metern lenkte Nettetals Torhüter Maximilian Möhker ganz stark um den Pfosten. Drei Punkte wären für die Gastgeber an diesem Sonntag allerdings auch nicht verdient gewesen, war über 90 Minuten doch vieles Stückwerk in der blass gebliebenen Offensive gewesen. Das Fehlen von Stürmer Julian Kray, der mit einer Schambeinentzündung mindestens vier Wochen ausfallen wird, war deutlich sichtbar. Krays Sturmpartner Luka Sola kam nach einer Stunde in die Partie, konnte dem CSC-Spiel dieses Mal aber auch nicht seinen Stempel aufdrücken. Viel operierten die Hausherren mit langen Bällen, doch die kamen fast immer wie ein Bumerang zurück. Viel zu selten ging es beim CSC mal so schnell wie beim Angriff nach 80 Minuten, als Kapitän Maximilian Eisenbach den Ball letztendlich über das Tor setzte. Nettetal bot wenige Räume an, agierte im Spiel nach vorn aber ebenso bieder, wie der CSC. Folglich wurde an der Hauptstraße mehr Fußball gearbeitet als gespielt. So war das torlose Remis die logische Schlussfolgerung, auch wenn die Gäste bei ihrer einzig echten Chance durch Drilon Istrefi (69.) eigentlich hätten in Führung gehen müssen. Da war der ansonsten defensiv sehr stabile CSC einmal unaufmerksam. Ansonsten kamen die Zuschauer nicht unbedingt auf Ihre Kosten, dürften aber trotzdem froh gewesen sein, dass sie in schwierigen Corona-Zeiten ein bisschen Fußball schauen konnten.
Mit acht Punkten nach sechs Spielen dürfte man beim CSC durchaus zufrieden sein – das ist mehr, als viele Beobachter der jungen Mannschaft zunächst zugetraut hatten. Das Kollektiv funktioniert einwandfrei und die individuelle Qualität im Spiel nach vorn ist vorhanden, auch wenn davon am Sonntag kaum einmal etwas zu sehen war.Die Ungewissheit, ob und wie lange die Saison noch fortgesetzt wird, ist groß. Die Spielausfälle häufen sich auch in der Oberliga Niederrhein – ein Ende ist mit Blick auf die hohen Corona-Infektionszahlen nicht in Sicht. Zwei Spiele (gegen Schonnebeck und in Hilden) muss der CSC bereits nachholen – und weitere könnten folgen. Hinter dem Auswärtsspiel am kommenden Mittwoch bei den Sportfreunden Niederwenigern und dem Heimspiel gegen den FSV Duisburg stehen große Fragezeichen. Beide Mannschaften konnten ihre Partien wegen des Verdachts auf Corona am Sonntag nicht absolvieren. Wie der Fußballverband Niederrhein mit einer eventuellen Saisonunterbrechung umgehen würde, steht in den Sternen. Klar ist nur, dass die Saison dann gewertet wird, wenn die Hinrunde zu Ende gespielt werden kann – und das wäre theoretisch auch noch im Frühjahr 2021 möglich, wenn sich die Situation rund um das derzeit weltweit bestimmende Virus hoffentlich beruhigt hat.

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